
Regie: Jim Sheridan
Ein Toter kehrt heim...
Tommy (Jake Gyllenhaal) und Sam Cahill (Tobey Maguire) sind als zwei ziemlich ungleiche Brüder.
Während Tommy immer mal wieder mit dem Gesetz in Konflikt kam und nach längerer Zeit wegen einem Überfall aus dem Gefängnis entlassen wird, heisst es für Sam Abschied von der Familie zu nehmen. Denn der angesehene Major der US-Armee und Stolz seines Vaters Hank (Sam Shepard), ein Ex-Marine, muss Abschied von seiner Familie, seiner hübschen, attraktiven Frau Grace (Natalie Portmann) und seinen beiden kleinen Töchter nehmen.
Denn sein Einsatz ist Afghanstan. Dort wird auch bereits nach 2 Monaten Kriegseinsatz sein Helikopter abgeschossen und alle Soldaten, die in der Unglücksmaschine sassen, für tot erklärt.
Die schmerzliche Nachricht wird der jungen Frau übermittelt, die plötzlich als Witwe ihr Leben ohne Mann gestalten muss.
Vaterersatz in dieser schweren Zeit wird plötzlich der von Vater Hank nicht ganz so angesehene Zweitgeborene Tommy, der sich rührend um die Frau und um die beiden Töchter kümmert.
Was keiner weiß: Sam ist noch am Leben und mit einem Kameraden in den Händen der Taliban.
Nach einigen Monaten wird er befeit und kehrt plötzlich wieder in den Kreis seiner Lieben zurück.
Doch Sam ist ein anderer geworden, ein schreckliches Kriegserlebnis traumatisiert ihn noch immer und er nimmt diese schrecklichen Bilder mit in die Familie. Bald unterstellt er seinem Bruder, dass dieser
während seiner Abwesenheit ein heimliches Verhältnis mit Grace hatte. Die Lage spannt sich drastisch zu...
Jim Sheridan (Mein linker Fuß, Im Namen des Vater) meldet sich mit dem
gleichnamigen Remake von Susanne Biers preisgekröntem Film "Brothers" zurück.
Der Film beleuchtet eine Heimkehr eines seelisch geschädigten Soldaten vom Kriegsschauplatz zurück in seine Familie.
Diese suchte die verlorene Harmonie gefühlsmässig durch den Onkel zu ersetzen, was schliesslich zu einer Kollison führen muss.
Leider habe ich das Original noch nicht gesehen und kann daher keine Vergleiche anstellen. Sheridan soll ja aber nicht viel abgeändert haben, trotzdem gilt Susanne Biers Film als der wesentlich bessere.
Ich fand den Film in weiten Teilen doch recht gelungen, vielleicht ist aber das Staraufgebot mit Jake Gyllenhal und Natalie Portmann ein bisschen dafür verantwortlich, dass der Film nicht ganz so packen kann.
Überrascht war ich immerhin von Tobey Maguire, der seiner Figur wirklich dieses paranoide, kranke Wesen verleihen kann und dann auch die besten Szenen des Films als Störfaktor inmitten seiner Familie hat.
Manchmal ist das Szenario aber ein bisschen stark aufgetragen.
Bewertung: 6 von 10 Punkten.


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