Mittwoch, 5. Dezember 2012
Das Parfum
Regie: Tom Tykwer
Sinnlicher Serienkiller...
Patrick Süsskinds berühmten Roman hab ich nicht gelesen. So bin ich relativ unbefangen gegenüber dem Film, na ja, die sehr zwiespältigen Kritiken haben mich dann doch eine Zeit lang davon abgehalten, mich aufzuraffen, den Film zu schauen.
Ein Blockbuster aus deutschen Landen mit internationaler Ausrichtung, der dann in den Kritiken teilweise arg verrissen wurde.
Jetzt, nachdem der Film immerhin auch ein paar Nominierungen für den europäischen Filmpreis gewinnen konnte, kam das Interesse bei mir auch wieder.
Die schlechten Kritiken kann ich jetzt wirklich überhaupt nicht nachvollziehen, denn was da in den mehr als 2 Stunden geboten wird, ist für einen Blockbuster weit über dem Durchschnitt.
Der Film besticht natürlich in erster Linie vor allem in seinen Bildern und seiner Ausstattung, das ist auf ganz grossem Hollywood Niveau angesiedelt und wäre es ein amerikanischer Film, dann hätte er natürlich bei den Academy Awards ein gewichtiges Wörtchen mitgeredet.
Auch der Score ist sehr stimmig und gibt den Bildern die optimale Vollendung.
Also Langeweile ist anders, um damit mal eines der Hauptargumente der Kritiker zu zerschlagen. Tom Tykwer setzt auf Atmosphäre und lässt dadurch ein sehr stimmiges Panaramo aus einer Zeit vor ca. 250 Jahren lebendig werden.
Mitten darin eingebettet ist die Geschichte dieses Jean Baptiste Grenouille, der aus der Begeisterung für Düfte zum Serienmörder seiner Zeit wird. Diesem Aussenseiter, der von Geburt an über einen aussergewöhnlichen Geruchssinn verfügt und durch mehrere Schlüsselerlebnisse sein weiteres Leben der besessenen Idee widmet, den Körperduft von Frauen zu destillieren und konservieren, um den Duft für die Ewgkeit zu kreieren.
Dabei wird er zum Mörder von 13 jungen Frauen...
Und diese Geschichte ist durchweg äusserst interessant und endet auch mit einem sehr aussergewöhnlichen Ende, dass vielschichte Interpretationen zulässt.
Damit landet auch Produzent Eichinger nach "Der Name der Rose" einen zweiten grossen Treffer auf dem Gebiet des Historienfilms. Zumal die Geschichte auch sehr subversive Züge zeigt, die über das übliche Hollywood Schema hinausgehen und eher an französische Historienfilme erinnern und mit Ben Whishaw wurde tatsächlich ein neuer Star am europäischen Filmhimmel geboren.
Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.
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