Regie: Ridley Scott
Die Zeugin und der Cop...
Klasse Intro: Ein faszinierender Flug über die Skyline von New York, begleitet von George Gershwins "Someone to watch over me".
Eine Nacht zum Feiern in Queens, New York: Gerade wurde Polizist Mike Keegan (Tom Berenger) zum Detective befördert worden. Zur gleichen Zeit in einer Nobeldisco in Manhattan: Ein guter Freund der attraktiven, reichen und einflussreichen Claire Gregory (Mimi Rogers) wird auf dieser Schickeria-Party von seinem psychopathischen Geschäftspartner Joey Venza (Andreas Katsulas)mit mehreren Messerstichen bestialisch ermordet.
Claire wird zur Augenzeugin des Mordes - aber Venza sah die Zeugin ebenfalls, sie schwebt somit in Lebensgefahr. Es besteht damit dringender Schutz für die zukünftige Kronzeugin durch die Polizei, denn Venza wird ohne zu zögern auch die schöne Claire umbringen, die ihn identifizieren könnte und lebenslänglich hinter Gitter bringen könnte.
Mike ist einer dieser Bodygards, eben der Mann im Hintergrund.
Zunächst ist er gar nicht so begeistert von seinem ersten Job, zumal er als der jüngere Kollege die unattraktiven Nachtschichten der Überwachung übernehmen muss, doch der einfache Bulle und die reiche Schöne lernen sich bald näher kennen. Und beide entwickeln weitaus mehr Gefühle, als ihnen vernünftigerweise lieb ist. Dies stellt Mikes Ehe mit der coolen Ellie (Lorraine Bracco) vor die grösste Krise - und alle Beteiligten - einschliesslich Mikes Sohn - werden bald mit den hinterhältigen Plänen eines kranken Gehirns konfrontiert...
"Der Mann im Hintergrund" ist ein eher weniger bekannter Film des Erfolgsregiesseurs Ridley Scott. Er entstand 1987 nach seinen grandiosen Frühwerken wie "Die Duellisten", "Alien" oder "Blade Runner" und leitet einen Ridley Scott als vielseitigen Filmemacher ein, der nicht nur im Kostüm- oder Science-fictionfilm zu überzeugen weiss, sondern auch im Genre Thriller eine gute Leistung hinlegt. Im Grunde ist der Film ein Noir in einer 80er Jahre Hochglanzoptik. Man hat dem Film vielfach vorgeworfen, dass er zwar tolle Bilder zeigt, aber drehbuchmässig äusserst konventionelle Kost bietet.
Es mag zwar stimmen, dass der Film jetzt nicht gerade einen innovativer Meilenstein darstellt. Eine gute Genrearbeit ist Ridley Scott aber allemal gelungen. Die Story lässt sich Zeit für seine Hauptfiguren: Den jungen Bullen, die reiche Schönheit und die betrogene Ehefrau. Alle drei Darsteller liefern souveräne Leistungen ab, vor allem Lorraine Braco spielt ihre Rolle mit einer sehr verletzlichen Seite.
Auch die Schnitte sind wohltuend ruhig. Bei einem solchen Film aus den 80ern fällt doch gleich auf, dass sich in diesen 20 Jahren sehr viel verändert hat, die heutigen Filme dieses Genres sind meist wesentlich hektischer.
Bewertung: 8 von 10 Punkten.














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