Mittwoch, 5. Dezember 2012

Wie im Himmel

 

Regie: Kay Pollack

Wo man singt....

Viel Gutes, ja teilweise euphorische Kritiken, habe ich im Vorfeld wahrgenommen, aber es dauerte lange, bis ich die Leih-DVD dann tatsächlich in den Player gelegt habe. Zu sehr hat mich dieses Schmonzetten-Thema abgeschreckt...
Resümee: Es hätte Schlimmer sein können...
Ich mag ja schwedische Filme und als Fan von Ingmar Bergman ist man ja auch ein bisschen verwöhnt.
Dieser Film hat ja einige Preise gewinnen können, ich frag mich aber doch wieso. Denn eine Magie hab ich für mich nicht darin entdecken können.
Es ist ein ganz netter, unterhaltsamer Gutmensch-Film.
Ein Musiker, der wegen schwerer Krankheit die Karriere an den Nagel hängen muss, kehrt zurück in die dörfliche Gemeinschaft seiner Jugend.
Dort trifft er auf allerhand klischeeüberzogene Figuren, die alle im hiesigen Kirchenchor engagiert sind.
Als Coach und Mentor wird er dann im Laufe des Films aus dem Gesang dieser Menschen alles herausholen und dem Klang am Ende des Films eine übergeordnete, fast schon überirdische Dimension verleihen.
Der Regiesseur hat tatsächlich an einigen Stellen mit Kitsch gespart, das ist hoch anzurechnen.
Leider tappt er aber mit den Darstellern sehr oft in die Klischeefalle. Am meisten fiel mir dies beim Pfarrer und beim Typ, der seine Frau prügelt auf...die wirken leider sehr überzeichnet und sehr schablonenhaft.
Auch werden die durchaus stimmigen Botschaften m.E. zu sehr auf dem Silbertablett serviert...das nimmt dem ganzen Szenario auch irgendwie eine länger haltbare Substanz.

Bewertung: 4 von 10 Punkten.

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