Donnerstag, 6. Dezember 2012

Zodiac


























Regie: David Fincher

Finchers nächster Serienkiller

Das ist also der neue Fincher und für mich eine deutliche Steigerung zu "Panic Room", der seltsamerweise trotz klaustrophobischer Ambiente feat. Jodie Foster merkwürdig uninteressant blieb.
Mit "Zodiac" nimmt er wieder Kurs auf das Terrain der Serienkillerfilme, er hat ja den besten überhaupt mit "Sieben" inszeniert.
An dieses düstere und auswegslose Meisterwerk kommt sein neuer Film nicht heran, dafür ist die Variante, die er diesmal wählt, aber dennoch äusserst interessant und nähert sich wie Spike Lees "Summer of Sam" der Thematik ganz anders. Während Lee ein sehr stimmiges Porträit der 70s entwirft und die kriminelle Handlung nur zweitrangig ist, macht Fincher ebenso die Thrillerthematik eher zum Beiwerk. Bei ihm dominiert ein sehr stimmiges Puzzle detektivischer Kleinarbeit an zwei Schauplätzen. Zum einen ist es der Cop, bei seiner Ermittlungsarbeit und zum zweiten die Ambition der Journalisten einer Tageszeitung, den Killer ebenfalls aufzuspüren, der merkwürdige Briefe mit codierten Zeichen und Symbolen an diese verschickt.

Der Film ist in der Tradition der 70s Doku-Movies wie "Die Unbestechlichen" oder "Der Dialog" gestaltet, deshalb wirkt er etwas spröde und braucht ein bisschen Zeit, um an Fahrt zu gewinnen.
Der Film basiert auf Tatsachen und bis heute gibt der Fall Rätsel auf, der Mörder, wenn er es denn war, wurde nie schuldig gesprochen....
Als Gesamtpaket, wenn der Abspann zu sehen ist, funktioniert der Film dennoch bestens und man denkt sich, dass man noch lange nicht alle Facetten, die der Film mit ca. 150 Minuten bot, beim ersten Schauen exakt erfasst hat.
Deshalb eignet sich der Film sicherlich für ein zweites Mal....

Bewertung: 8 von 10 Punkten.

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