Mittwoch, 5. Dezember 2012
Der unglaubliche Hulk
Regie: Louis Letterier
Das grüne Monster ist müde...
Vielleicht liegt es ja daran, dass ich erst vor kurzem "Spiderman 3" gesehen habe und da schon dachte, dass der Film in Bezug auf die Story mit dem ersten Spiderman Film zum Verwechseln ähnlich ist und "Der unglaubliche Hulk" wirkt da auch wie eine abkopierte Schablone.
Klar, das Ziel knallige Comic mainstreammässig und auch vorlagengerecht auf die Leinwand zu bannen, wird irgendwo schon erreicht. Aber ich frage mich, ob man angesichts von einer exzellenten Besetzung mit Edward Norton, Vorzeigebösewicht Tim Roth, William Hurt und Liv Tyler so sehr nach Schema F "für was er besonders schwärmt, wenn es wieder aufgewärmt" verfahren muss - mit dem Medium Film kann man doch die Comicvorlage sogar noch veredeln. Man muss aber Stimmung erzeugen können - und dies gelingt Director Louis Letterier überhaupt nicht. Selbst der mehrheitlich verrisssene Hulk Film von Ang Lee ist da um Lichtjahre spannender. Die Story klischeebehaftet, die Figuren agieren eindimensional, wie Schablonen - mit anderen Worten langweilig ohne Ende. Dazwischen gibts dann 2 - 3 furiose Actioneinlagen, wo der Wissenschafter Bruce Banner (Norton)ungewollt bei zu hohem Puls zum grünen Überkämpfer Hulk mutiert.
Gemäss der Vorlage wird er die ganze Zeit vom Militär gejagt und muss ständig untertauchen. Immerhin bestechen die Kämpfe dann durch erstklassige Specialeffecte und eine klasse Arbeit vom Maskenbildner (vor allem die Verwandlung vom Bösen).
Interessanterweise hat es "Hulk" beim deutschen Publikum auch generell schwer. "Iron Man" schaffte immerhin ein Boxoffice-Ergebnis knapp unter der Millionengrenze, Hulk kam als Grossproduktion nur auf eine enttäuschende Zuschauerzahl von ca. 250.000.
Weltweit blieb das Desaster aus. Bei 135 Mio. Dollar Produktionskosten spielte der Film immerhin 262 Mio. Dollar ein und somit dürfte es für Teil 3 keinen Hinderungsgrund geben.
Bewertung: 5 von 10 Punkten.
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