Mittwoch, 5. Dezember 2012
Juno
Regie: Jason Reitman
Wohlfühl-Dramedy
Dem kanadischen Regiesseur Jason Reitman, Sohn von "Ghostbusters" Ivan Reitman, gelang mit mit seiner zweiten Arbeit "Juno" in diesem Jahr wieder eine weitere, grosse Independentüberraschung bei der Oscar-Verleihung. Bereits in den Jahren zuvor gelang es Independent-Produktionen wie "Lost in Translation", "Sideways" oder "Little Miss Sunshine" in den Kreis der fünf chancenreichsten Filme zu gelangen. Der Hauptpreis blieb zwar bislang aus, aber es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein bis diese Überraschung gelingt. Immerhin gab es schon Triumphe in den Nebenkategorien.
Schon sein Erstling "Thank you for smoking" erhielt erstklassige Kritiken, mit "Juno" konnte Reitman die hohen Erwartungen spielend erfüllen.
Der Film, eine Art Tragikomödie mit viel mehr Comedy als Drama, war für vier Oscars nominiert: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch und Ellen Page als Beste Hauptdarstellerin. Immerhin gewann die Drehbuchautorin Diablo Cody dann auch tatsächlich die begehrteste Filmtrophäe der Welt.
Das eigentliche Drama gibts gleich am Anfang: Die 16jährige Juno (Ellen Page) hatte Sex mit Paulie Bleeker (Michael Cera). Das Mädel wird ungewollt schwanger. Juno hat zwar ne grosse Klappe, weiss für alles einen coolen Spruch...aber mit dieser neuen Situation ist sie völlig überfordert. Zuerst mal Freundin (Olivia Thirlby) kontaktieren, aber Wie sag ich es meinen ahnungslosen Eltern (J.K. Simmons/Alison Jarney). Sie entschliesst sich dann das Kind zu bekommen und vertrauenswürdige, coole, liebevolle Adoptiveltern zu finden. Mit dem Bilderbuchpärchen Vanessa und Mark (Jennifer Garner/Jason Baterman) scheint die Idee zu funktionieren...
Soweit zum Inhalt. Was sich jetzt so in der Beschreibung etwas lapidar anhört, wird vom Film doch recht sensibel und intelligent in Szene gesetzt, obwohl es jede Menge flapsige Sprüche hagelt. Der Film verliert aber nie die Ernsthaftigkeit für seinen Stoff. Juno empfindet Liebe, fühlt sich aber zu unreif für die verantwortungsvolle Rolle als Mutter.
Für die kommenden Festtage ein echter Tipp, ein recht schöner Wohlfühlfilm, der eine gute Ensembleleistung bietet, weil alle Figuren Schwächen und Stärken offenbaren und somit durchgehend glaubwürdig rüberkommen
Bewertung: 7 von 10 Punkten.
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